Miniaturen on the road

Wer nimmt schon den Kühlschrank mit auf Reisen. Auch wenn er das Liebste von vielen Deutschen beherbergt. Andererseits - was wird nicht alles mitgenommen? Wer sich im Alltag an Koki van Trottens Miniaturen erfreut, will sie, wie's aussieht, auch unterwegs nicht missen. Besucher dieser Website schickten uns Fotos von Ihren Reisen. Das war nicht vorhersehbar - oder? Wie notierte sich vor längerer Zeit Koki van Trotten:

 

"Es gibt keinen Zufall. Und wenn doch, dann ist auch das mit Absicht." 

 

Über den Wolken

 

„Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen.“  Leonardo da Vinci

 

Spanien

Palma de Mallorca

 

Der „Embat“, der Küstenwind, sorgt für mildes Klima auf Mallorca. Im Sommer meist als laues Lüftchen wahrgenommen, sorgt er im „Winter“ für mehr Bewegung. Peitscht mitunter die Wellen gegen die felsigen Steilküsten im Westen der Insel oder lässt sie beschaulicher im Süden an den Stränden auslaufen. So ist Mallorca auch im „Winter“ nicht still, aber deutlich leiser. Winterbesucher nehmen sich mehr Zeit, um die vielfältigen Stimmungen des Lichts dieser Insel wahrzunehmen.

 

Portugal

Santa Luzia

Im ehemaligen kleinen Fischerdorf Santa Luzia im Süden Portugals kennt fast jeder jeden. Bei etwas mehr als 1.400 Einwohnern ist das zwangsläufig so. Vor 30 Jahren wurde der Ort dennoch zur Stadt erhoben. Die Einwohner der „Hauptstadt des Tintenfischs“, wie sich die Stadt selbst bezeichnet, leben auch heute noch vor allem von der Fischerei. Lucie zeigte am 13. April 2019 ihrer Miniatur den Atlantischen Ozean am Praia de Barril. Bei 19° Celsius fast ein sommerlicher Tag.

 

Malediven

Kihaa

Kein Land ist so überschaubar unüberschaubar wie die Malediven. Es wirkt, wie für den Traumurlaub erschaffen. Große weiße Strände auf kleinen überschaubaren Inseln, zunächst flachabfallend im Indischen Ozean, bevor es sehr schnell in die Tiefen zu den Korallenbänken abwärts geht. Mit einem unglaublichen Fischreichtum. Ein Paradies für Taucher. Mit unendlich viel Zeit für Besinnung auf sich selbst. Aber es gehört auch zu den Eigenarten der Malediven, dass man abreist und kaum etwas vom Land selbst und seinen Einwohnern als Erinnerung mitnehmen kann. Stella und Aurelius wollten bleiben.

Mallorca

Alaró

Die Besuche in Alaró fallen kurz aus. Die kleine Stadt am Fuße des Gebirges Serra de Tramuntana hat keine großen Hotelanlagen. Aber die Ruine des Castell d'Alaró auf dem höchsten Berg (825 m) mit großartiger Aussicht hat seit Jahrhunderten nichts an Anziehungskraft verloren. Und - man kann vorzüglich speisen. Zum Beispiel im Restaurant Es Verger. Auf halber Strecke zwischen Alaró und dem Castell. Allein wegen der Lammschulter - "paletilla de cordero" reisen viele an, um im rustikalen Restaurant dieses Gericht zu genießen. Man sollte vor 14 Uhr das Es Verger betreten, weil nach 14 Uhr diese Spezialität häufig ausverkauft ist. Diego und seine Familie waren rechtzeitig da.

Deutschland

Köln

 

Der Kölner Dom stellt vieles in den Schatten. Seine Bauzeit betrug 632 Jahre. Grundsteinlegung war 1248. Schon 1322 konnte der Chor eingeweiht werden. Vollendet wurde der Dom mit seinen zwei Türmen erst 1880. Zwischendurch wurde knapp 300 Jahre lang einfach nicht weitergebaut. Nach seiner Fertigstellung war er vier Jahre lang das höchste Gebäude der Welt. Zehn Jahre lang die höchste Kirche der Welt. Dann kam das Ulmer Münster. Seit 20 Jahren sendet der Dom ein eigenes Radioprogramm. Das hat ihm bisher noch kein anderer Kirchenbau nachgemacht.